FAQ Luftfracht

Luftfracht ist das schnellste und zuverlässigste Transportmittel für Ihre Importe & Exporte.

  • ISO 9001 zertifiziert

  • IATA Cargo Agent

  • AEO bewilligt

  • GDP zertifiziert

  • reglementierter Beauftragter

In welche Länder kann Luftfracht versendet werden?

Ihre dringend benötigten Ersatzteile sollen morgen in Singapur ankommen, die neue Produktionslinie wartet in Brasilien auf deutsche Maschinentechnik, und der Kunde in Australien braucht die Elektronikkomponenten bis Freitag.

Luftfracht macht solche Lieferungen möglich – theoretisch in über 220 Länder weltweit. Doch zwischen „möglich“ und „praktikabel“ liegen oft Welten: Was in die USA problemlos über Nacht geht, kann nach Bangladesch zwei Wochen dauern und nach Nordkorea gar nicht funktionieren.

In diesem Artikel beleuchten wir, für welche Zielländer Luftfracht ganz einfach funktioniert, zeigen aber auch auf, dass es zahlreiche Faktoren gibt, die einen Transport per Flugzeug erschweren können. In diesen Fällen müssen Sie entweder längere Laufzeiten und höhere Kosten in Kauf nehmen, oder auf andere Verkehrsträger ausweichen.

EU-Binnenmarkt und EFTA-Staaten

Innerhalb der Europäischen Union läuft Luftfracht am einfachsten. Ihre Waren bewegen sich ohne Zollkontrollen zwischen allen 27 EU-Ländern sowie Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz.

Das europäische Luftfrachtnetz ist besonders dicht geknüpft. Von deutschen Flughäfen starten täglich hunderte Frachtflüge und Passagiermaschinen mit Frachtanteil in alle EU-Länder. Viele Verbindungen erfolgen direkt mit kleineren Frachtern wie der Boeing 737-800F oder ATR 72F.

Frankfurt fungiert dabei als zentraler Hub: Selbst Sendungen auf der Strecke Hamburg–Mailand laufen oft über Frankfurt, weil sich dort durch die Konsolidierung mit anderen Frachten effizientere Weiterleitungen ergeben. Die kurzen Distanzen innerhalb Europas ermöglichen den wirtschaftlichen Einsatz kleinerer Flugzeuge mit hoher Frequenz.

Die Infrastruktur ist gut entwickelt, und auch der Vor- und Nachlauf kann problemlos organisiert werden.

Klassische Exportmärkte

USA, Kanada, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland – das sind die Stammkunden deutscher Luftfracht. Hier kennen sich alle Beteiligten aus, die Zollsysteme funktionieren zuverlässig, und die Abläufe sind seit Jahren eingespielt. Ein Technologieunternehmen, das Präzisionsinstrumente nach Kalifornien exportiert, kann mit Laufzeiten von 24-48 Stunden (Airport-to-Airport) rechnen.

Diese Routen bilden das Rückgrat der internationalen Luftfracht. Auf der Strecke Frankfurt-New York verkehren täglich mehrere Airbus A330F und Boeing 747-8F – reine Frachtgiganten die bis zu 70 Tonnen (Airbus) respektive sogar bis zu 140 Tonnen (Boeing) laden können.

Zusätzlich transportieren Passagiermaschinen wie die Boeing 777 in ihren Belly-Hold-Bereichen weitere ca. 20 Tonnen Fracht mit. Diese Doppelnutzung hält die Kosten niedrig und sorgt für häufige Verbindungen.

Schwellenländer und aufstrebende Märkte

China, Indien, Brasilien, Mexiko oder die Türkei locken mit riesigen Absatzmärkten, kosten aber mehr Nerven. Die Zollverfahren sind komplizierter, manche Produktgruppen brauchen spezielle Genehmigungen. Eine Maschinenlieferung nach Shanghai klappt heute routinemäßig, aber besondere Dokumentenanforderungen oder lokale Zertifizierungen können die Vorlaufzeit in die Länge ziehen.

Die Luftfracht-Infrastruktur in diesen Ländern entwickelt sich rasant, aber ungleichmäßig. Während moderne Cargo-Terminals in Metropolen wie Shanghai oder Mumbai mit automatischen Sortiersystemen ausgestattet sind, können kleinere Flughäfen in Indien oder Lateinamerika häufig nur Frachtflugzeuge bis zur Größe einer Boeing 767F abfertigen.

Nachflugverbote in vielen Städten begrenzen zusätzlich die Kapazitäten – Ihre Sendung wartet dann bis zum nächsten Morgen.

Länder mit Einschränkungen

Einige Zielländer unterliegen internationalen Sanktionen oder haben besonders strenge Einfuhrbestimmungen. Staaten wie Nordkorea, der Iran oder bestimmte Regionen in Afrika und Asien dürfen nur unter speziellen Bedingungen oder teilweise gar nicht beliefert werden. Die maßgeblichen Beschränkungen sind in den regelmäßig aktualisierten Embargolisten der EU und der Vereinten Nationen festgelegt.

Eine professionelle Luftfracht-Spedition gleicht jede Sendung automatisch mit diesen Listen ab und informiert Sie zuverlässig über mögliche Einschränkungen oder Verbote.

Auch Regelungen einzelner Fluggesellschaften und Versicherer spielen hier eine Rolle. Manche Airlines fliegen bestimmte Länder aus Sicherheitsgründen nicht an, andere meiden einzelne Länder wegen zu hoher Versicherungsprämien. In solchen Fällen muss Ihre Fracht über ein Drittland umgeleitet werden: eine Maschine bringt sie nach Dubai oder Istanbul, eine andere fliegt sie von dort weiter. Diese Umwege erhöhen nicht nur die Kosten, sondern auch das Risiko von Verzögerungen oder Transportschäden beim Umladen.

Besonderheiten bei Inselstaaten und abgelegenen Gebieten

Entlegene Destinationen wie pazifische Inselstaaten, arktische Regionen oder kleinere Länder in Afrika sind grundsätzlich erreichbar, erfordern jedoch oft Umladungen und längere Transportwege. Die Kosten steigen entsprechend, und Sie müssen mit Laufzeiten von mehreren Tagen bis Wochen rechnen. Zusätzlich können lokale Infrastrukturbeschränkungen die Abfertigung verlangsamen.

Ein häufiges Problem sind die kleinen Landebahnen. Große Frachtflugzeuge wie die Boeing 747-8F brauchen mindestens 3.000 Meter Start- und Landebahn – viele Insel-Flughäfen bieten aber nur rund 1.500 Meter. Ihre Fracht muss deshalb in regionalen Hubs wie Honolulu oder Singapur umgeladen werden.

Von dort geht es dann mit kleineren Flugzeugen weiter, etwa einer ATR72F, die statt 140 Tonnen nur noch rund 7 Tonnen Fracht transportieren kann. Diese Zubringerflüge von den großen zu den kleinen Flughäfen treiben die Kosten in die Höhe. Dazu kommt: Kleinere Flugzeuge fliegen seltener, oft nur zwei- oder dreimal pro Woche.

Warenspezifische Länderbeschränkungen

Was Sie versenden möchten, bestimmt maßgeblich, wohin Ihre Ware transportiert werden kann. Gefahrgut unterliegt strengen internationalen Vorschriften und darf nicht in jedes Land eingeführt werden. Für den Versand von Lebensmitteln, Medikamenten oder Chemikalien sind häufig spezielle Genehmigungen erforderlich – Genehmigungen, die in manchen Staaten gar nicht erteilt werden. Ein Beispiel: Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus dürfen nicht auf alle pazifischen Inseln geflogen werden.

Auch sogenannte Dual-Use-Güter – also Waren, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können – unterliegen besonderen Exportkontrollen. Ein Halbleiterhersteller muss vor dem Versand nach China oder Russland prüfen, ob seine Produkte auf einer Ausfuhrkontrollliste stehen und entsprechende Genehmigungen einholen.

Manche Güter stellen hohe Anforderungen an Transportmittel und Infrastruktur. Pharmazeutische Produkte erfordern eine durchgängige Kühlkette. Dafür gibt es zwar spezielle Temperatur-geführte Container – allerdings verfügen nicht alle Airlines oder Flughäfen über die notwendige Ausstattung.

Sperrige Maschinen wiederum können nur mit Frachtflugzeugen wie der Antonov An-124 transportiert werden, deren Nase sich öffnen lässt.

Klimatische und infrastrukturelle Einschränkungen

Extreme Wetterbedingungen legen zeitweise ganze Regionen lahm. Monsun in Südasien, Wirbelstürme in der Karibik oder Sandstürme im Nahen Osten sorgen regelmäßig für Flugausfälle und Verzögerungen. Bei zeitkritischen Sendungen sollten Sie entsprechende Zeitpuffer einplanen oder alternative Routen wählen.

Hitze und Höhe sind die natürlichen Feinde der Luftfracht. Das überrascht auf den ersten Blick! Der Grund liegt in der unterschiedlichen Dichte der Luft bei verschiedenen Temperaturen.

Warme Luft ist dünner, dadurch erzeugen Flugzeuge weniger Auftrieb. Bei geringerem Auftrieb, kann weniger Gewicht geflogen werden. Bei 40 Grad Außentemperatur kann eine Boeing 747F statt 140 Tonnen nur noch 90 Tonnen laden.

Flughäfen in großer Höhe wie Mexico City oder Bogotá verschärfen das Problem, weil dort die Luft sowieso schon dünner ist.

Hitze und Höhe in Kombination mit kurzen Landebahnen können Frachtflüge komplett unmöglich machen. Deshalb fliegen viele Maschinen in solche Regionen nachts oder im Winter, wenn die Bedingungen günstiger sind.

Kostenunterschiede nach Zielregionen

Bei den Frachtkosten gibt es gewaltige Unterschiede je nach Ziel. Hauptrouten wie Frankfurt-New York oder Frankfurt-Hongkong sind durch das hohe Transportvolumen günstig. Exotische Ziele kosten schnell das Drei- bis Fünffache.

Ein Kilogramm nach London schlägt mit 2-4 Euro zu Buche, derselbe Transport zu einer pazifischen Insel kann 15-25 Euro kosten. (Die genannten Kilopreise sind Durchschnittswerte und können je nach aktuellem Marktumfeld stark schwanken. Sie geben aber die Größenordnung angemessen wieder.)

Die Preisunterschiede hängen auch mit der Flugzeugauslastung zusammen. Frankfurt-New York wird von mehreren Airlines mit großen Frachtmaschinen bedient – der Konkurrenzkampf drückt die Preise. Zu einer pazifischen Insel fliegt vielleicht nur einmal pro Woche eine kleine Maschine, die dann auch noch Treibstoff für den Rückflug mitnehmen muss. Das Gewicht des zusätzlichen Kerosins reduziert die verfügbare Nutzlast weiter und macht jedes Kilogramm teurer.

Dokumentenanforderungen nach Ländergruppen

EU-Sendungen benötigen minimal Handelsrechnung und Packliste. Exporte in Drittländer erfordern zusätzlich Ursprungszeugnisse, Exportanmeldungen und oft konsularische Beglaubigungen. Länder wie Saudi-Arabien oder die VAE verlangen detaillierte Warendeklarationen und Zertifizierungen. China führt strenge Kontrollen bei elektronischen Geräten durch und fordert CCC-Zertifizierungen für bestimmte Produktgruppen.

Was funktioniert in der Praxis

Informieren Sie sich rechtzeitig über die Besonderheiten Ihres Ziellandes. Die meisten für deutsche Exporteure wichtigen Länder sind mit Luftfracht gut zu erreichen, aber es gibt auch Ausnahmen. Nicht immer ist Luftfracht unkompliziert möglich.

Denken Sie auch an die technischen Möglichkeiten vor Ort. Kann der Zielflughafen Ihre Sendung überhaupt abfertigen? Hat er Kühlmöglichkeiten, Kräne für schwere Güter, sichere Lagerbereiche? Ein modernes Cargo-Terminal wickelt Ihre Sendung in Stunden ab, ein überforderter kleiner Flughafen braucht möglicherweise Tage.

Ihre Spedition kennt die aktuellen Bestimmungen und hat Kontakte vor Ort – lassen Sie sich beraten. Rechnen Sie nicht nur die Transportkosten, sondern auch Zölle, Steuern und mögliche Lagerkosten bei Verzögerungen mit ein.

Für neue Märkte empfiehlt sich zunächst eine Testsendung mit unkritischen Waren, um die Abläufe kennenzulernen. Knüpfen Sie Kontakte zu örtlichen Partnern oder Agenten, die Sie bei Zollabfertigung und Zustellung unterstützen.

Wer sich vorab schlau macht, erspart sich später böse Überraschungen und unerwartete Kosten.

Die Excellence Global Logistics GmbH sorgt als Luftfracht-Spedition dafür, dass Ihre internationalen Sendungen schnell und sicher ihr Ziel erreichen.

T: +49 69 870 089 40
F: +49 69 870 089 429
operations@egl-world.com

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