FAQ Luftfracht
Luftfracht ist das schnellste und zuverlässigste Transportmittel für Ihre Importe & Exporte.
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ISO 9001 zertifiziert
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IATA Cargo Agent
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AEO bewilligt
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GDP zertifiziert
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reglementierter Beauftragter
Wie lange im Voraus sollte man Luftfracht buchen?
Bekommen Sie Preisvorteile, wenn Sie lange im Voraus buchen? Gibt es Probleme, wenn man ganz kurzfristig bucht? Das sind Fragen, die für Ihre Geschäftsplanung wichtig sind – die aber leider nicht ganz so einfach mit einem „Ja“ oder einem „Nein“ zu beantworten sind.
Anders als bei Tickets für Passagierflüge gibt es bei der Luftfracht keine festen Tarife, die sich über Monate im Voraus planen lassen – stattdessen schwanken die Preise täglich basierend auf verfügbarem Frachtraum und aktueller Nachfrage.
Standardbuchungen auf Hauptstrecken
Für Standardsendungen auf etablierten Routen reicht eine Buchung von 2-5 Werktagen im Voraus meist völlig aus. Stellen Sie sich vor, Sie versenden regelmäßig Ersatzteile von Frankfurt nach New York: Hier können Sie normalerweise auch kurzfristig noch Kapazitäten erhalten, da diese Route täglich mehrfach bedient wird.
Die Speditionen haben auf solchen Hauptrouten meist gute Kontingente bei verschiedenen Airlines und können flexibel reagieren.
Bei diesen Routinesendungen profitieren Sie sogar oft von späteren Buchungen, da die Airlines kurz vor Abflug manchmal noch freie Kapazitäten zu günstigeren Konditionen anbieten. Ihre Spedition kann diese Last-Minute-Angebote nutzen und Ihnen Kostenvorteile weitergeben.
Hochsaison und Zeiten mit Engpässen
Während bestimmter Perioden sollten Sie deutlich früher buchen. Die Zeit vor Weihnachten, das chinesische Neujahrsfest oder der Beginn der Hauptexportsaison aus Asien im September führen zu erheblichen Kapazitätsengpässen. Nehmen wir an, Sie müssen im November Waren aus Shanghai importieren: Ohne rechtzeitige Buchung 3-4 Wochen im Voraus können Sie sowohl mit deutlich höheren Preisen als auch mit Verzögerungen rechnen.
Ähnlich kritisch sind Zeiten nach Feiertagen oder nach politischen Ereignissen, die den Flugverkehr beeinträchtigen. Nach der Wiederöffnung von Handelsrouten oder nach längeren Betriebsunterbrechungen an wichtigen Flughäfen steigt die Nachfrage sprunghaft an.
Spezialtransporte: Gefahrgut, Kühlkette & Co.
Sendungen mit besonderen Anforderungen benötigen grundsätzlich längere Vorlaufzeiten. Gefahrgut, temperaturgeführte Transporte oder übergroße Frachtstücke erfordern spezielle Kapazitäten und Genehmigungen.
Beispiel: Pharmazeutische Produkte, die bei konstant 2–8 °C transportiert werden müssen. Hier sind nur bestimmte Airlines mit entsprechender Ausrüstung geeignet, und Sie sollten mindestens 1-2 Wochen im Voraus buchen.
Besonders komplex wird es bei Sendungen, die sowohl temperaturgeführt als auch als Gefahrgut klassifiziert sind. Solche Kombinationen können Vorlaufzeiten von 3-4 Wochen erfordern, da nur wenige spezialisierte Anbieter diese Services beherrschen.
Nebenstrecken und exotische Ziele
Auf weniger frequentierten Routen oder bei Direktverbindungen zu kleineren Flughäfen sollten Sie mit längeren Buchungsvorlaufzeiten rechnen. Stellen Sie sich vor, Sie müssen Maschinen direkt nach Lagos oder Almaty versenden: Hier fliegen möglicherweise nur 2-3 Airlines pro Woche, und die verfügbaren Kapazitäten sind schnell ausgebucht. Eine Buchung 2-3 Wochen im Voraus gibt Ihnen hier deutlich mehr Sicherheit bei der Terminplanung.
Bei solchen Routen ist es auch sinnvoll, alternative Routings über Drehkreuze zu prüfen. Ihr Spediteur kann bewerten, ob eine Umsteigeverbindung über Dubai oder Istanbul möglicherweise schneller verfügbar ist als eine seltene Direktverbindung.
Größe und Gewicht: So viel Vorlauf brauchen große Sendungen
Auch die Größe Ihrer Sendung beeinflusst, wie früh Sie buchen sollten. Kleine Pakete bis 100 kg finden praktisch immer noch kurzfristig Platz, da sie die Restkapazitäten der Airlines nutzen können. Bei größeren Sendungen ab 500 kg wird es bereits schwieriger, und Sie sollten mindestens eine Woche Vorlauf einplanen.
Richtig kritisch wird es bei Sendungen über 2-3 Tonnen. Der entsprechende Frachtraum ist sehr wahrscheinlich nicht von heute auf morgen verfügbar. Solche Transporte erfordern oft 4-6 Wochen Vorlaufzeit für die komplette Planung und Umsetzung.
Früh buchen oder flexibel bleiben?
Bei der Entscheidung über den Buchungszeitpunkt müssen Sie zwischen Flexibilität und Planungssicherheit abwägen.
- Frühe Buchungen geben Ihnen Termingarantien und oft auch bessere Preiskonditionen, schränken aber Ihre Flexibilität ein.
- Späte Buchungen ermöglichen es Ihnen, auf Marktveränderungen zu reagieren, bergen aber das Risiko von Kapazitätsengpässen.
Eine bewährte Strategie ist die gestaffelte Buchung: Reservieren Sie frühzeitig grobe Kapazitäten für wichtige Sendungen und präzisieren Sie die Details erst näher zum Versandtermin. Viele Speditionen bieten solche flexiblen Buchungsmodelle an, die Ihnen sowohl Sicherheit als auch Anpassungsmöglichkeiten geben.
So beeinflusst die Buchungszeit die Kosten
Die Buchungszeit hat direkten Einfluss auf Ihre Transportkosten. Sehr frühe Buchungen von 4-6 Wochen im Voraus ermöglichen es Speditionen, günstige Kontingente zu sichern und diese Vorteile an Sie weiterzugeben. Andererseits können Sie bei Last-Minute-Buchungen von Überkapazitäten profitieren, wenn Airlines kurzfristig noch Frachtraum freigeben.
Die teuersten Transporte entstehen typischerweise bei mittelfristigen Buchungen von 3-7 Tagen im Voraus während der Hochsaison. Hier ist die Planungszeit für günstige Alternativen bereits abgelaufen, aber die Zeit für Last-Minute-Schnäppchen noch nicht gekommen.
Kommunikation mit der Spedition optimieren
Eine offene Kommunikation mit Ihrer Spedition über Ihre Planungshorizonte hilft beiden Seiten. Teilen Sie frühzeitig mit, welche Sendungen in den kommenden Wochen anstehen, auch wenn die Details noch nicht feststehen.
Ihre Spedition lernt über die Zeit Ihre Branche, Ihre Lieferketten und Ihre kritischen Termine kennen – dieses Wissen wird zu einem wertvollen Asset. Als Stammkunde profitieren Sie von bevorzugter Behandlung bei Kapazitätsengpässen, besseren Preiskonditionen durch Rahmenverträge und einem direkten Draht zu erfahrenen Disponenten, die Ihre unternehmensspezifischen Anforderungen bestens kennen.
Empfehlungen für verschiedene Unternehmenstypen
- Für Unternehmen mit regelmäßigen, planbaren Sendungen empfiehlt sich der Aufbau von Rahmenverträgen mit festen Kapazitätszusagen. Dies gibt Ihnen Planungssicherheit und oft auch bessere Konditionen.
- Unternehmen mit unregelmäßigen oder projektbezogenen Transporten fahren besser mit flexiblen Einzelbuchungen, sollten aber für kritische Sendungen längere Vorlaufzeiten einplanen. Auch hier lohnt sich der direkte Draht zu einer Spedition, mit der Sie dauerhaft zusammenarbeiten.
- Startups und kleinere Unternehmen ohne eigene Logistikerfahrung sollten sich eng mit ihrer Spedition abstimmen und deren Marktkenntnis nutzen. Erfahrene Spediteure können die optimalen Buchungszeitpunkte für Ihre spezifischen Routen und Anforderungen empfehlen und Sie vor kostspieligen Fehlplanungen bewahren.
Fazit
Die optimale Buchungszeit für Luftfracht hängt von vielen Faktoren ab: Routenverfügbarkeit, Sendungsart, Saison und Dringlichkeit. Während eine kurzfristige Buchung auf Hauptstrecken oft kein Problem ist, können Spezialtransporte oder Hochsaisons ganz andere Anforderungen stellen. Hier erfahren Sie, wann Sie besser frühzeitig buchen – und wann Flexibilität belohnt wird.
| Sendungstyp | Empfohlene Vorlaufzeit |
|---|---|
| Standardroute, kleine Sendung | 2–5 Werktage |
| Hochsaison / Peak Times | 3–4 Wochen |
| Gefahrgut / Temperaturgeführt | 1–4 Wochen (je nach Typ) |
| Exotische Ziele / Nebenstrecken | 2–3 Wochen |
| Sendungen über 2 Tonnen | 4–6 Wochen |

Die Excellence Global Logistics GmbH sorgt als Luftfracht-Spedition dafür, dass Ihre internationalen Sendungen schnell und sicher ihr Ziel erreichen.
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